Sardine Run

Der Sardine Run (Sardinenmigration) ist ein jährlich stattfindendes aber trotzdem schwer voraus zu sagendes Naturereignis. Jedes Jahr ca. Ende Mai bis in den Juli hinein zieht ein rund 15 Kilometer langer, 500 Meter breiter und knapp zehn Meter tiefer, silbrig glänzender Schwarm Sardinen an der südafrikanischen Küste vorbei. Wenn sie an den Stränden stranden, können die Menschen die silbrigen Fische quasi mit den Händen abschöpfen. In Formationen, die oft Windhosen ähneln, folgen Millionen dieser kleinen Fische vom Kap dem Benguelastrom etwa 1000 Kilometer weit gen Nordwesten. Es ist eine der größten Tierwanderungen der Welt und ein Festschmaus für etliche Meeresbewohner. Den Schwärmen folgen aber auch Millionen von Raubfischen und Kaptölpeln. Meist greifen zuerst Delfine die Fische an. Obwohl sich die Sardinen zur Verteidigung zu einer dichten Masse zusammentun und oft ruckartig Richtung und Form ändern, schaffen es die Delfine mit Klicklauten und Luftblasen, einen Teil des Schwarms abzutrennen. Tölpel holen sich im Sturzflug aus bis zu acht Meter Tiefe ihren Teil der Beute. Angelockt vom großen Fressen, stoßen schließlich Haie, Tümmler und einige Robben zum Büfett-Spektakel. Fischer werfen Netze aus, manchmal treiben die Sardinen sogar bis zum Strand, wo sie einfach aufgesammelt werden. Forscher haben bis heute keine schlüssige Antwort darauf gefunden, warum die Tiere alljährlich zum Sardine Run, dem Sardinen-Rennen, aufbrechen. 

Soweto

Soweto ist die Abkürzung für South Western Townships, ein riesiges Konglomerat ca. 20 km von Johannesburg entfernt mit einer inoffiziellen Einwohnerzahl von 2.000.000. Soweto war ein Hauptort des Widerstandes gegen die Apartheid. Orte wie der "Freedom Square", wo 1955 die Freedom Carta deklariert wurde; die katholische "Regina Mundi Kirche", der "Hector Peterson Memorial Square" und die Häuser von Nelson Mandela und Erzbischof Desmond Tutu lassen die Erinnerungen an den Anti-Apartheidskampf und diesen Teil der Geschichte wieder aufleben. Sehenswert sind die zahlreichen Shebeens - die afrikanischen Kneipen. Es wird unbedingt empfohlen, Soweto nur in einer organisierten Tour zu besuchen!

Springbok

Die grenzenlose Blütenpracht der Namaqualand Blüte in jedem Frühjahr erstreckt sich bis nach Springbok. Besonders intensiv ist die Blüte im "Skilpad Wildflower Reserve". Von Springbok aus, wo Kupfer abgebaut wird, lässt sich die raue Landschaft der Region gut entdecken. Das Denkmal in der Mitte der Stadt zeigt die Kommandanten des Ango-Buren Krieges. Wer ein geländegängiges Fahrzeug hat, kann von hier aus in den Richtersveld National Park fahren, eine faszinierende Wüstenlandschaft, in der die bizarr verwachsenen Quiver Trees (Aloen) ein Zuhause fanden.

St. Lucia Wetland Park

Der Greater St. Lucia Wetland Park, ein UNESCO Weltnaturerbe, umfasst eine unwahrscheinliche Vielfalt an Seen, Sümpfen, Bergen, Küstenwäldern, unberührten Stränden und Korallenriffen. Das Unterwasserreservat ist entweder Heimat oder ein Punkt entlang regelmäßiger Zugrouten für Buckelwale, „ragged tooth“ Haie, Walhaie, Tigerhaie, Manta-Rochen, schwarze Marlins und Riesenmoränen, um nur ein paar zu nennen.
Vom Aussterben bedrohte „leatherback“ Schildkröten, die größte Meeresschildkröte, und die „loggerhead“ Schildkröten bedienen sich der Strände als Brutplätze. Sie gehören zu insgesamt fünf Arten, die regelmäßig die Küsten im Maputaland aufsuchen, wo die ersten Programme weltweit zum Schutz für Schildkröten ins Leben gerufen wurden.
Im Herzen des Parks findet man ein komplexes System aus Trichtermündungen und Frischwasserseen, dominiert vom St. Lucia. Gespeist durch fünf Flüsse bietet er Lebensraum für eine Vielfalt von Fisch-, Vogel- und Tierarten. Eine Bootsfahrt auf dem See offenbart ein farbenfrohes Bild mit Pelikanen, Flamingos und Watvögeln. Fischadler ziehen ihre Kreise während Krokodile und Flusspferde sich in der Sonne aalen. Wildarten wie Antilopen, Giraffen, Leoparden, Büffel, Nashörner und Elefanten können in den umliegenden Wildreservaten beobachtet werden.
Es gibt zahlreiche Arten, die Schätze des Parks zu erkunden: zu diesen zählen geführte Wanderungen, Wilderness Trails, Reittouren, Angeln, Schnorcheln, Tauchen, Bootsfahrten zu Walbeobachtungen und Kajak Touren. Entspannte Bootstouren zur immergrünen Trichtermündung Santa Lucia, auf der Sie die vorbeiziehenden Fischadler, Flusspferde, Krokodile und Goliathreier vor einem Hintergrund mit Mangrovensümpfen und einem Cocktail zum Sonnenuntergang in der Hand beobachten können, werden hier auch angeboten.

Besuchszeit: Ideal ist die Zeit von April bis Juni; nur schwer erträglich ist die schwüle Hitze zwischen November und März. Achtung: Die meisten Parkbereiche sind nur über Stichstraßen zu erreichen.

Stellenbosch

Diese Stadt zählt 40.000 Einwohner, liegt ca. 50 km westlich von Kapstadt, und wurde bereits 1679 vom holländischen Gouverneur Simon van der Stel gegründet. Stellenbosch ist nicht nur ein landwirtschaftliches Zentrum (Obst und Wein) sondern auch Sitz der führenden afrikaansen Universität. Die Stellenbosch Wineroute ist die älteste Weinstraße des Landes, und die anderen berühmten Weinrouten, wie Paarl, Franschhoek und Wellington sind ganz in der Nähe.