GELÄNDEWAGEN

Botswana ist ideal für Allradfans, lässt sich aber auch im bevölkerten und tierarmen  Süden ohne Geländewagen mit 4x4 Antrieb entdecken, da die Straßen dort im Allgemeinen in gutem Zustand sind. Die meisten Gebiete Botswanas erfordern aber 4x4 Fahrzeuge wegen der Sandpisten und der Wasserläufe während der Regenzeit. Zusätzliche Expeditionsausrüstung (2. Reserverad, Bordkühlschrank, Werkzeug, besonderes Kartenmaterial oder ein GPS etc.) sind sehr empfehlenswert! Bei 4x4 Touren gehören Reifendruckmesser, eine Luftpumpe, ein Spezialwagenheber, Sandbleche und ausreichende Wasservorräte zur Basisausrüstung.  Zusatzkenntnisse bzgl. Ausrüstung und Fahrtechnik sind dringend erforderlich.

GEOGRAPHIE

Botswana grenzt im Norden an Sambia, im Nordosten an Zimbabwe, im Süden an Südafrika und im Westen an Namibia. 

GEPÄCK

In der Regel sind 20 kg für den internationalen Flug von Deutschland aus über  Johannesburg/Kapstadt oder Windhoek erlaubt. Bei Flugsafaris (mit Kleinflugzeugen z.B. Cessnas) ist es wichtig im Voraus die Gewichtsgrenze zu kennen (zum Teil 12 kg) und zu berücksichtigen, dass nur weiche Taschen mit zum Teil Maßen von 60 cm x 42 cm zugelassen sind (keine Rollen am Koffer oder Hartschalenkoffer). In den meisten Camps können Sie Ihre Wäsche waschen lassen (ausgenommen Unterwäsche).

GESCHICHTE

30.000 v. Chr. bis 250 n. Chr.: San (Buschmänner) besiedeln sukzessiv als Jäger und Sammler fast alle Regionen des heutigen Botswana. Seit ca. 2000 Jahren siedeln auch halbsesshafte Khoikhoi (Hottentotten) und betreiben Viehwirtschaft.
250 n. Chr.: Die ersten Nguni (Bantu) Völker überqueren das Flusssystem des Chobe und des Sambesis auf ihrer Völkerwanderung nach Süden.
250-1000: Die Nguni Völker verdrängen die San und Khoikhoi immer mehr in lebensfeindlichere Regionen wie die Kalahari.
Ca. 1050: Blütezeit des Königreichs von Toutswe, das auf den reichen Viehbestand aufgebaut war. (Archäologische Fundstätten am Toutswemogala Hill in der Nähe von Palapye).
1200: Die Region um den Mapungubwe Hill wird zum Handelszentrum nach dem Niedergang des Toutswe Reiches. Archäologische Fundstätten am Zusammenfluss von Limpopo und Shashe.
1250: Das Reich von Groß Zimbabwe entwickelt sich zur Hauptmacht des Subkontinents und unterjocht die Mapungubwe  Kultur.
1300: Im Transvaal (nördliches Südafrika) entwickeln sich die Nguni Völker der Batswana, Basotho und Bakgalagadi.
1400: Die Bakgalagadi siedeln in den östlichen und südlichen Rändern der Kalahari.
1500: Groß Zimbabwe wird aufgegeben.
1500-1800: Batswana bilden Twana Königreiche, etablieren sich zunächst im Osten Botswanas und verdrängen dann die Bakgalagadi und besiedeln zunehmend den Norden.
1800: Ein starkes Bevölkerungswachstum im südlichen Afrika führt zu einer Landverknappung.
1816: Shaka wird König der Zulus
1820 -1840: Die Zulus vertreiben bei den Difaqane-Kriegen andere südafrikanische Völker. Die Ndebele bekämpfen die auch im Transvaal ansässigen Batswana und Basotho.
1836: Beginn des Großen Treks der kapholländischen Buren in Richtung Transvaal.
1845: David Lingstone gründet in Kolobeng die erste Missionsstation.
1866: Am Tati River werden die ersten Goldvorkommen entdeckt.
1885: England deklariert das heutige Botswana als britisches Protektorat Bechuanaland, um die Missions- und Handelswege Richtung Norden als auch die Diamanten- und Goldvorkommen im Süden abzusichern.
1889: Cecil Rhodes, der mit seinen Diamantenminen zu Reichtum gelang und einer der Hauptvertreter des Englischen Imperialismus, gründet die BSAC (British South Africa Company), die das heutige Sambia und Zimbabwe als Nord- und Südrhodesien faktisch als Privatbesitz einverleibt.
1895: Die Könige der Tswana, Khama III, Bathoen I und Sebele I reisen nach London um die Vereinnahmung des Protektorats durch die BSAC zu verhindern.
1902: Cecil Rhodes stirbt in Muizenberg bei Kapstadt.
1923: König Khama III verstirbt.
1945: Seretse Khama, der designierte Thronfolger der Bangwato beginnt sein Jurastudium in Oxford.
1948: Die Ehe von Seretse Khama und der weißen Engländerin Ruth Williams wird zu einem internationalen Politikum (siehe auch das lohnenswerte Buch: „A Marriage of Inconvenience: The Persecution of Seretse und Ruth Khama“, von Michael Dutfield, Unwin Hyman, London 1990)
1950: Das Joint Advisory Council bereitet die ersten Schritte in Richtung Abhängigkeit vor.
1956: Seretse Khama, der 1950 keine Reisegenehmigung zurück nach Bechuanaland  erhielt, kehrt unter Verzicht der Thronfolge zurück in seine Heimat und gründet 1962 die BDP (Botswana Democratic Party).
1963: Aufbau der späteren Hauptstadt Gaborone.
1966: Die Republik Botswana wird als parlamentarische Demokratie unabhängig und  Seretse Khama wird als erster Präsident des Landes von Königin Elisabeth II geadelt.
1967: Bei Orapa werden riesige Diamantenvorkommen entdeckt, die die Grundlage der Verwandlung Botswanas von einem armen „Hinterland“ zu einem der wohlhabendsten Staaten Afrikas werden.
1977: Nach Überfällen aus dem benachbarten Südrhodesien, das von einer weißen Regierung unter Ian Smith geführt wird, sieht sich Botswana gezwungen, eine eigene Streitkraft  zu gründen.
1980: Sir Seretse Khama stirbt und Dr. Ketumile Masire von der BDP wird sein Nachfolger.
1981: Die Apartheid Regierung führt bis 1988 Überfälle und Terroranschläge mit dem Ziel, ANC-Aktivisten zu  liquidieren, durch, denen  aber in der Regel  Zivilisten  zum Opfer fallen.
1982: Eröffnung der Jwaneng Diamantemine.
1994: Nach der Wahl von Nelson Mandela zum Präsidenten von Südafrika normalisiert sich das Verhältnis zwischen beiden Ländern.
1999: Die BDP wird trotz sinkendem Wähleranteil wiederum die alleinige Regierungspartei unter Festus Mogae.
2000: Bei der Hochwasserkatastrophe im südlichen Afrika wird in Botswana vor allem das Limpopo Strömungsgebiet betroffen.
2002: Auf Grund der hohen AIDS Rate von mehr als 37% der Bevölkerung beginnt das staatliche Programm Masa („Neuer Sonnenaufgang“), zur kostenlosen Diagnostik, Beratung und Behandlung mit antiretroviralen Medikamenten.
2003: Namibia und Botswana einigen sich bzgl. des Grenzverlaufs im Gebiet der Flüsse Linyanti, Kwando und Chobe.
2006: Der oberste Gerichtshof Botswanas erklärt die zwangsweise Umsiedlung von 700 San aus dem Central Kalahari Game Reserve für illegal.
2008: Der Sohn von Sir Seretse Khama, Generalleutnant Ian Khama, der seit 1998 Vize-Präsident war, wird zum neuen Präsidenten gewählt. Der populäre Politiker verfolgt  folgende politische Hauptziele: Bekämpfung von AIDS, Verbesserung und Diversifizierung der Wirtschaftsstrukturen für die Zeit nach voraussichtlicher Ausschöpfung der Diamantenvorkommen (bis ca. 2025).

GRENZÜBERGÄNGE

Südafrika: Martin´s Drift, Ramatlabama, Tlokweng, Pioneer Gate, Sikwane
Sambia: Kazungula per Fähre über den Sambesi
Namibia: Ngoma Bridge, Buitepos, Mohembo, Dobe/Tsumkwe
Simbabwe: Kazungula, Ramokgwebane/Plumtree; Mpandametanga

Die Grenzübergänge sind täglich geöffnet. Es empfiehlt sich, diese früh am Tag anzufahren und mögliche Verzögerungen einzuplanen. Die Einwanderungsbehörden an kleineren Übergängen sind zwischen 12.30 und 13.45 Uhr geschlossen. An abgelegenen Grenzübergängen nach Botsuana, an denen es keine Einwanderungsstelle gibt, kann das Visum bei der nächstgelegenen Polizeistation beantragt werden.