MALARIA

Ein hohes Risiko besteht von November bis Juni im Norden in den Distrikten Okavango, Chobe, Boteti, Ngamiland und Tutume. In den Monaten Juli bis Oktober herrscht ein mittleres Risiko. Die südliche Hälfte des Landes und Gaborone sind malariafrei. 

 
Die Mücke Anopheles, die den Malariaerreger Plasmodium falciparum übertragen kann, sticht während der Nacht, also zwischen Beginn der Dämmerung und Sonnenaufgang. Am Abend schützen helle Kleidung wie lange Hosen, langärmlige Hemden, engmaschige Socken und ein Mücken abweisendes Mittel auf der Basis von Deet, das auf die Haut aufgetragen wird und die Geschmacksnerven stechender Insekten lähmt.
Ist der Schlafraum nicht mückensicher (Mückengitter an Fenstern und Türen), sollte man unter einem Moskitonetz schlafen. Bei niedrigen Temperaturen in klimatisierten Räumen sind die Mücken zwar weniger aktiv, aber keineswegs ungefährlich.

 

Malaria ist nicht ansteckend, kann aber lebensgefährlich sein, wenn sie nicht behandelt wird. Es stehen mehrere Medikamente zur Verfügung, wobei erfahrungsgemäß Atovaquone (Malarone) am besten verträglich ist, Mefloquin (Lariam) als weiteres Mittel zur Verfügung steht und Chinin-Präparate eine Renaissance erleben. Die vorherrschende gefährlichere Art Plasmodium falciparum soll chloroquinresistent sein.
Für welche Medikation man sich auch entscheidet, man muss sich immer der Tatsache bewusst sein, dass keines der im Handel erhältlichen Medikamente einen 100-prozentigen Schutz gewährt und die genannten Vorsichtsmaßnahmen unbedingt eingehalten werden sollten.

 

Malaria-Schnelltest, mit denen Reisende im Notfall unterwegs selbst feststellen können, ob ihre Symptome durch den Malariaerreger Plasmodium falciparum ausgelöst wurden, sind nur begrenzt aussagekräftig, da Anwendungsfehler zu einem falschen Ergebnis führen könnte.

 

Wer aus Botswana zurückkehrt und an einer nicht geklärten fieberhaften Erkrankung leidet, auch wenn es sich nur um leichtes Fieber und Kopfschmerzen handelt und erst Monate nach der Rückkehr auftritt, sollte dem Arzt unbedingt von dem Aufenthalt berichten und auf einen Bluttest bestehen. Die ersten Symptome einer Malaria können denen eines banalen grippalen Infektes ähneln und werden daher häufig verkannt. 

 

Siehe auch unter der Rubrik "Tropenmedizinische Institute".

MEDIZINISCHE VERSORGUNG

Bei Bedarf sollte qualifizierte Hilfe in einem der wenigen Zentren Botswanas aufgesucht werden. Die beiden größten Städte des Landes, Gaborone und Francistown, verfügen über moderne, mit südafrikanischen oder gar europäischen Standards vergleichbare Krankenhäuser. In Ghanzi, Jwaneng, Kasane, Kanye, Lobatse, Mahlapye, Maun, Mochudi, Molepolole, Palapye, Orapa, Selebi-Phikwe, Serowe und Tshabong besteht Zugang zu einfachen, teilweise recht gut ausgestatteten Primär- und Distriktkrankenhäusern mit ärztlichem Fachpersonal. In Ramotswa gibt es ein gutes deutsch geführtes Missionskrankenhaus. Darüber hinaus bieten die innerhalb weniger Stunden von Botswana aus zu erreichenden Universitäts- und Privatkliniken der südafrikanischen Großstädte Johannesburg und Pretoria eine empfehlenswerte medizinische Versorgung.

MIETWAGENVERLEIH

Mietwagen sind in Botswana recht teuer wegen der hohen Unfallzahlen. Es ist deshalb ratsam bereits in Deutschland einen Leihwagen vorzubuchen, da auf Grund besonderer Tarife die Mietgebühren günstiger sind und trotz relativ stabiler Währung kein Währungsrisiko besteht. Bei rechtlichen Problemen mit einem einheimischen  Unternehmen können Sie eher davon ausgehen, Probleme bei der Durchsetzung Ihrer Ansprüche zu bekommen. Achten Sie bei der Übernahme des Autos auf den Zustand des Reservereifens - bei Überlandfahrten vornehmlich durch einsame Gebiete auf Schotterstraßen wäre auch – insbes. bei 4x4 Strecken - ein zweiter Reservereifen und weiteres Zubehör dringend anzuraten.

MOTORRADFAHREN

Zwar ist Motorrad fahren grundsätzlich möglich aber auf den Sand- und  Schotterpisten mit Sicherheit kein Vergnügen! Zudem sind Motorräder aus Sicherheitsgründen in Nationalparks und Wildreservaten gar nicht zugelassen, was die Mobilität erheblich einschränkt.