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Central Kalahari Game Reserve

Nördlich des Kgalagadi Transfrontier Parks mit seinen Wanderdünen befindet sich im Herzen Botswanas das Central Kalahari Game Reserve, das mit 52.000 km²  Fläche eines der größten Naturschutzgebiete Afrikas ist. 1961 wurde es als Privatreservat für die San (Buschmann) gegründet, ist aber heute vor allem ein Wildreservat nachdem die San  zwangsumgesiedelt wurden (ein äußerst umstrittenes Vorgehen, das erst  2006  vom Obersten Gerichtshof Botswanas als unrechtmäßig anerkannt wurde).

 

Der bekannteste Teil der Central Kalahari Game Reserve ist das Deception (Letiahau)  Valley. Dort haben Mark und Delia Owens von 1974 - 1981 das Leben der braunen Hyänen studiert und in ihrem lesenwerten Buch „Ruf der Kalahari“ festgehalten.  Drei fossile Flusssysteme – Okwa, Quoxo und Passarge haben hier Täler in die sonst eher konturlose Landschaft eingefräst und hierhin wandern besonders nach den spärlichen Regenfällen von kaum mehr als 300 mm/Jahr die Tiere bei ihrer ständigen Suche nach Wasser und Nahrung. Von Dezember bis Mai steht die Kalahari in voller Blüte und in der sonst trockenen Halbwüste  versammeln sich große Springbock– und Oryxherden, die auf Schritt und Tritt von ihren Jägern - dem schwarzmähnigem Kalahari Löwen und den Geparden verfolgt werden. Auch sind größere Rudel Schakale sowie Leoparden, Löffelhunde, Giraffen, Honigdachse, Erdhörnchen und zur Trockenzeit die lustigen Erdmännchen hier beheimatet.

 

Im Central Kalahari Game Reserve selbst gibt es noch keine Unterkünfte (Stand 2008) - aber angrenzend gibt es mehrere Möglichkeiten. Des Weiteren gibt es die Möglichkeit, an einer geführten mobilen Safari teilzunehmen. Da es weder Versorgungs- noch Tankmöglichkeiten gibt, müssen alle Vorräte mitgenommen werden.

Chobe National Park

Weil der 10.698 km² große Nationalpark als eines der artenreichsten und landschaftlich attraktivsten Schutzgebiete des südlichen Afrikas gilt , ist er besonders entlang der saisonal überfluteten Marschlandschaften des von Galeriewäldern gesäumten Chobe Flusses, touristisch erschlossen worden. Der Park ist in allen Bereichen durch öffentlich zugängliche Pisten erschlossen, wobei sich das engmaschigste Pistennetz an der Chobe Riverfront und in der Savuti Region befinden (ein 4x4 Geländewagen ist insbesondere während der Regenzeit notwendig). Eine Vielfalt von Biotopen wechseln sich ab - von der trockenen Savannenlandschaft der Savuti, bis zum Sumpfgebiet des Linyanti, das an das Okavango Delta erinnert, vom Pfannensysteme der Zweizwe Region bis zu der ausgedehnten Mopane-Baumsavanne und den lichten Miombo Wäldern im übrigen Gebiet.

 

Der Chobe National Park ist ein ideales Biotop für die 100,000 Elefanten, die als die größten Herden Afrikas dieses Gebiet durchwandern. Sie ziehen bis zu 200 Kilometer von den Flüssen Chobe und Linyanti, wo sie sich in den trockenen Monaten aufhalten (beste Tierbeobachtungszeit), zu den Regionen im Südosten des Parks, wo sie sich während der Regenzeit aufhalten. Aber auch die beachtlichen Büffelherden und die zahlreichen Nilkrokodile und –Pferde fühlen sich hier wohl! Hier leben  mehrere Antilopenarten, die nur in Botswana vorkommen: die Gelbfuß-Moorantilope (Puku), der Chobe-Buschbock, der seltene Sharpe’s-Greisbock und das Oribi, eine Kleinantilope, die sonst nur in Ostafrika beheimatet ist. Und wo es Antilopen gibt – gibt es Raubtiere, und Ornithologen (440 Vogelarten- Glockenreiher, Kingfisher, Kiebitze, Scherenschnabler, Schreiseeadler, Gaukler, Fischereulen und Karminspinte) als auch Sportangler (Flusswelse, Barben, Barsche, Brassen und Tigerfische)!

 

Weniger erschlossen als das Chobe Ufer ist das Savuti Gebiet. Hier herrscht ein extremes, trockenes Klima mit heißen Tagen und kalten Nächten. Hier findet man Kameldornbäume, offene Savannen und Mopanebäume. Tierbeobachtungsmöglichkeiten gibt es sehr zahlreich, da sich die Tiere in der Mittagshitze im kühlenden Schatten versammeln. In dieser Region prägen vor allen Dingen die majestätischen Raubkatzen das Naturbild.

 

Die außerordentlich gute touristische Infrastruktur – großzügige Lodges in und um Kasane, ebenso phantastisch ausgestattete kleine Bush Camps im gesamten Chobe Game Reserve – locken ebenso in dieses Vierländereck Botswana, Namibia, Sambia und Simbabwe, wie die nur 70 km entfernten Victoria-Fälle.

 

Es gibt eine Vielzahl von Quellen aus denen sich der Chobe National Park erschließen lässt - aber es kann am besten mit den Worten von Mungu Simata, einem alten, aus Sambia stammenden Flusssafari-Führers zusammengefasst werden: „Ich werde nie irgendwo anders hin gehen, weil dies mein Zuhause ist .“