GELDAUTOMATEN

Geldautomaten (ATM) findet man in allen Städten in großer Anzahl. Abhebungen bis zu einem Höchstbetrag pro Tag und Karte werden mit den Kundenkarten der Bank vorgenommen, sind aber auch mit Kreditkarten möglich. Die in Südafrika am häufigsten verwendeten Karten sind VISA und Master Card. Für Transaktionen am Schalter benötigt man seinen Reisepass. An Wochenenden oder vor Feiertagen kann den Automaten das Geld ausgehen, daher rechtzeitig und in ausreichendem Umfang abheben, wenn Geld benötigt wird. Es sollte kein Geld geholt werden wenn man alleine unterwegs ist oder man sich nach Geschäftsschluss in einer verlassenen Gegend befindet. Falls man Sie „unterstützen“ möchte, weisen Sie dankend ab. Die Manipulation von Geldautomaten ist leider verbreitet und ein Betrüger kann den Kartenschlitz so manipulieren, dass Ihre Karte darin stecken bleibt. Später befreit er Ihre Karte und Ihr Konto wird um einiges erleichtert! Die Geldautomaten in Südafrika tragen eine 24-Stunden-Notrufnummer, die Sie bei einem unerwarteten Problem anrufen können.

GELDWECHSEL

Der Wechselkurs ist für deutsche Urlauber ausgesprochen günstig. Es empfiehlt sich, Geld erst bei Ankunft in Südafrika am Flughafen zu tauschen. Wechselstuben finden sich u.a. direkt an den internationalen Flughäfen in Johannesburg, Kapstadt und Durban. Zu jedem internationalen Flug sind hier die Bankschalter geöffnet.

GEOGRAPHIE

Südafrika lässt sich in drei Hauptregionen aufteilen:

1.) Das Hochland (Highveld) mit einer durchschnittlichen Höhe von 1200-1400 m, das östlich von den bis zu 3500 m hohen Drakensberge als Teil der Großen Randstufe (Great Escarpment) begrenzt wird und dann nach Osten ins Lowveld und nach Süden in das Natal Tiefland hinabsteigt.

2.) Die Küstenzonen am Indischen Ozean als auch am Atlantik, die sich aber klimatisch deutlich von einander unterscheiden, da die Atlantiküste vom kalten Benguelastrom abgekühlt wird.

3.) Die Kapregion an der Südwestspitze des Landes, die sich von den übrigen Küstenzonen deutlich unterscheidet, auch wegen der Kettengebirge, die auch die nördliche Grenze dieser Region bilden.

GEPÄCK-CHECKLISTE
  • Garderobe: Badesachen, feste Schuhe, Sandalen, Hosen und/oder Röcke aus Baumwolle, kurze Hosen, Hemden und Blusen, T-Shirts/Polo-Shirts, warme Jacke, warmer Pullover, Regenschirm, Sonnenbrille, Sonnenhut, Socken, Unterwäsche

 

Achtung: Tragen Sie bei Dämmerung helle Kleidung mit langen Ärmeln und vor allem lange Hosen, denn für Mückenstiche sind die Knöchel besonders gefährdet! Ungeschützte Haut sollte mit einem Mückenspray versehen werden. 

 

  • Hygiene und Pflege: Sonnencreme, Zahnbürste, Zahnpasta, Shampoo, Nagelschere/Nagelfeile, Rasierer, Kosmetika und Hautpflegemittel, Papiertaschentücher, Feuchties, Toilettenpapier, Plastiktüten (für schmutzige Wäsche), Nähzeug (Zwirn, Nähseide, Nadeln, Sicherheitsnadeln)
  • Sonstiges: Adapter (runde Dreipolstecker, da die meisten Steckdosen Flachstecker nicht aufnehmen, ansonsten gibt es keine Probleme mit Elektrogeräten), Reisewecker, Taschenlampe, Taschenmesser, Reiseapotheke und persönliche Medikamente, Notizbuch und Stifte, Reisepass, Führerschein (nationalen und internationalen), Geld (Bargeld, Kreditkarte, EC-Karte), Flugtickets, Reiselektüre, Reiseführer, Landkarten, Insektenschutz, Fernglas, Kamera, Batterien, Akkus, Filme 

 

Vor Reiseantritt ist es empfehlenswert Fotokopien der Reisedokumente anzufertigen, die man dann getrennt z.B. im Koffer aufbewahren sollte. Unbedingt die Kreditkartennummer als auch die Telefonnummer der zuständigen Stelle, wo man seine Kreditkarte sperren lassen kann, notieren.

 

Packen Sie als erstes Ihren Koffer und /oder Rucksack, heben Sie diesen um das Gewicht abzuschätzen und packen Sie bitte nochmals um, mit dem Ziel das Gewicht zu reduzieren. Dieser Vorschlag ist wohlgemeint, nicht nur weil Sie, trotz Unterstützung von Gepäckträgern, häufig selbst die Koffer schleppen/ziehen, sondern auch wegen der Gewichtsbestimmungen der einzelnen Fluglinien. Auf dem Rückflug ist das Gepäck meist um einige Kilos schwerer - Sie werden mit Sicherheit Souvenire mit nach Hause bringen möchten! 

 

Bitte berücksichtigen Sie auch Ihre Reiseschwerpunkte, falls Sie viele Wanderungen unternehmen, auf Fotosafari gehen oder eine Sportreise machen und das entsprechende Zubehör mitnehmen möchten. Obwohl Südafrika in der Regel in städtischen Gebieten als auch an Orten der entsprechenden Schwerpunkte den fehlenden Bedarf versorgen kann, nimmt es doch etwas Zeit in Anspruch, die eher für die jeweilige Leidenschaft reserviert sein sollte. 

GESCHICHTE SÜDAFRIKAS
  • Vor 1-3 Mio. Jahren: Funde des Australopithecus africanus (afr. Südmenschenaffe)
  • Vor 500,000 Jahren: Funde von Steinwerkzeugen in Nord- u. Osttransvaal (Homo erectus)
  • 26,000 v. Chr.: Älteste Felszeichnungen von Jägersammlerstämmen (Vorfahren der Khoi und San, die von europäischen Siedlern Hottentotten oder Buschmänner genannt wurden).
  • 300 n. Chr.: Bei vor bestehenden Kontakten zwischen San und bantusprechenden Stämmen Ostafrikas erste durch Verdrängung von Norden bedingte Besiedlung vom östlichen Südafrika durch Bantus.
  • 1488: Umsegelung des Kaps der Guten Hoffnung durch den Portugiesen Bartholomeus Diaz.
  • 1497/99: Umsegelung der Südspitze Afrikas auf dem Wege nach Indien durch den Portugiesen Vasco da Gama.
  • 1605: Erste Schiffe der Niederländisch-Ostindischen Kompanie (V.O.C.) ankern am Kap.
  • 1652: Jan van Riebeeck baut die erste europäische Siedlung an der Tafelbucht.
  • 1679: Simon von der Stel wird neuer Kommandant, baut das Kastell aus und gründet Stellenbosch als auch den Regierungsbezirk Swellendam.
  • 1688: Khoi siedeln sich am Kap an.
  • 1779/91: Erste Konflikte zwischen Xhosas (Bantu) und den nach Nordosten sich ausbreitenden weißen Siedlern holländischen und hugenottischen Ursprungs (Buren).
  • 1814: Das Kap wird britische Kronkolonie.
  • 1835: Beginn des Großen Burentrecks nach Transvaal (nach Nordosten, den Fluß Vaal überquerend). Insgesamt nehmen 5000 Buren bis 1840 an den Trecks teil.
  • 1838: Sieg der burischen Voortrekker über die Zulus (Bantu) am Bloedriver.
  • 1844: Natal wird auch britische Kronkolonie.
  • 1852/54: Die Briten erkennen die Burenrepubliken Transvaal und Oranjefreistaat an.
  • 1860: Die ersten Inder werden als Zuckerrohrarbeiter in Natal angesiedelt.
  • 1867:Erste Diamantenfunde in der Nördlichen Kapprovinz (Kimberley).
  • 1883/1900: Ohm Kruger regiert als Präsident die Burenrepublik Transvaal.
  • 1886: Am Witwatersrand in Transvaal (Gauteng) werden Goldvorkommen entdeckt und Johannesburg gegründet. Der britische Einfluss nimmt in Transvaal stetig zu.
  • 1899/1902: Der Burenkrieg wird bei hohen Verlusten auf beiden Seiten von den Briten gewonnen. Die Buren werden in sog. Concentration Camps interniert.
  • 1910 : Die Südafrikanische Union wird unter Ausschluss der schwarzen Bevölkerungs-mehrheit  gegründet.
  • 1913: Schwarzen wird es verboten Land außerhalb von Reservaten zu kaufen.
  • 1925: Afrikaans, das weiterhin zu den jüngsten Sprachen der Welt gehört und vom niederländischen abstammt, wird neben Englisch zur zweiten Amtssprache.
  • 1948: Nach einer Phase der Zusammenarbeit zwischen den Buren und Briten unter den Präsidenten General Botha und General Jan Smuts siegt die National Party unter Herzog und D.F. Malan, die die Politik der Apartheid d.h. der getrennten Entwicklung  aufbaut.
  • 1950: Verbot der kommunistischen Partei und Verabschiedung des Group Area Act (Gebietseinteilung für die einzelnen Bevölkerungsgruppen mit Entwicklung der pseudo-selbständigen homelands zwischen 1976 - 1981, restriktive Passgesetze).
  • 1960: Weitere Verschärfung der Konflikte mit blutigem Aufstand der schwarzen Bevölkerung in Sharpeville. In der Folge werden die Befreiungsbewegungen ANC (African National Congress) und PAC (Pan African Congress) verboten.
  • 1961: Ein Volksentscheid ausschließlich unter der weißen Bevölkerung bewirkt den Austritt Südafrikas aus dem British Commonwealth.
  • 1962: Der ANC Führer Nelson Mandela wird beim Rivonia Prozess zu jahrelanger Haft verurteilt, die er in der Hauptsache bis zu seiner Entlassung 1990 auf der Gefängnisinsel vor Kapstadt, Robben Island, verbringt. Dort plant er mit Mitgefangenen die politische Zukunft eines apartheidfreien Südafrikas.
  • 1976: Wegen einer weiteren Trennung des Schulsystems nach Hautfarbe, Forcierung einer auf das Minimum reduzierten Ausbildung für Schwarze (sog. Bantu Education) und Durchführung von Afrikaans als Pflichtfach, usbreitung von Schüleraufständen insbes. in Soweto (South West Township).
  • 1977: Der PAC Politiker und Studentenführer Steve Biko wird verhaftet und von Polizeibeamten ermordet.
  • 1983: Eine neue Verfassung, bei der lediglich Mischlinge (coloureds) und Inder ein deutlich beschränktes Mitspracherecht erhalten, führt zu einer weiteren Zuspitzung der gesellschaftlichen Konflikte.
  • 1984: Der schwarze anglikanische Bischof Desmond Tutu erhält den Friedensnobelpreis. Von ihm stammt der Ausdruck „rainbow nation“ (Regenbogennation).
  • 1985: Arbeitsboykott der Schwarzen im November. Zunehmende Gewalttätigkeit unter verschiedenen Gruppen der schwarzen Bevölkerung z.B. gegen „weißenfreundliche“ Verräter oder zwischen ANC (vornehmlich Xhosa ) und Inkatha Freedom Party (vornehmlich Zulu unter Buthulezi).
  • 1990: Nelson Mandela wird aus der Haft entlassen und verhandelt mit Staatspräsident Frederik de Klerk (beide erhalten 1993 den Friedensnobelpreis).
  • 1991: Die EU-Staaten sowie die USA heben nahezu alle vor bestehenden Wirtschaftssanktionen gegen Südafrika auf.
  • 1994: Der ANC gewinnt die ersten freien Wahlen, Nelson Mandela wird Ministerpräsident.
  • 1996: Die National Party unter de Klerk beendet die Mitarbeit in der Regierung der nationalen Einheit.
  • 1999: Thabo Mbeki, seit 1998 Parteivorsitzender des ANC, wird zum Ministerpräsidenten gewählt.
  • 2004: Thabo Mbeki wird erneut Ministerpräsident und der ANC erringt eine Zweidrittel Mehrheit bei den Wahlen.