Zu den beeindruckenden aber weniger bekannten Naturerlebnissen des südlichen Afrikas gehört der Lower Zambezi National Park, der erst in den 1990er Jahren entwickelt wurde. Entlang eines Abschnittes des „mächtigen“ Zambezi von ca. 260 km vom Karibastaudamm bis zur Grenze zu Mosambik liegt das wildreiche Zambezi Tal.  Der ca. 4900 km² große Park erstreckt sich vom Nordufer bis zu dem 1500 m hohem Zambezi-Escarpment - eine Landschaft die am Fluss von Wasserhyazinthen und sandigen Terrassen mit ihren mächtigem Bestand an Apfelringakazien (Anabaum) geprägt wird, sich dann in Wälder mit Ebenholz, Zambezifeige und Baobab verwandelt bis diese am Escarpment in Trockenwälder (Mopane) übergehen. Protea Tours zählt diesen Park zu den malerischsten Wildnisgebiete im südlichen Afrika!

 

Die touristische Infrastruktur konzentriert sich auf den Lauf des Zambezis, insbes. am tierreichen Abschnitt zwischen den Flüssen Chongwe und Chakwenga. In der Trockenzeit fließt der Zambezi in den Chongwe und bildet im Mündungsgebiet eine Lagunenlandschaft, die eine Vielzahl von Wildtieren anzieht. Dies ist auch der Fall bei den Seitenarmen des Sambesis, die die Heimat eines großen Bestandes an Nilpferden, Krokodilen und Wasservögeln ist. An den Flussinseln und Ufern weiden Elefanten- und Büffelherden und die ufernahen Auenlandschaften sind der bevorzugte Aufenthaltsort für Antilopen und Raubtiere z.B. Löwen, Leoparden, Hyänen und Wildhunde.

 

Mehr als 350 Vogelarten fühlen sich hier heimisch und eine Besonderheit ist, dass es für viele Vogelarten aus Zentralafrika (Füllhornpieper, Blasschnabeltokos) der Park die Südgrenze ihres Lebensraumes ist. Neben einer großen Anzahl von Raubvögeln leben hier seltenere Vogelarten wie die Angola Pitta (Oktober - November), Narina Trogon und Scharlachspinte.

 

Ein weiteres Highlight sind die Kanufahrten – eine Kombination aus Entspannung (Ruhe) und Anspannung (Nervenkitzel), da sich die Uferzone besonders von Juni bis November zur Wildbeobachtung lohnt weil die Tiere das trockene Hinterland verlassen. Aber für Landratten und Fotografen sind die Pirschfahrten der Lodges eine ernste Alternative.

 

Hinweis: Der Lower Zambezi National Park kann nur von April bis Oktober besucht werden. In der Regenzeit von November bis März ist der Park geschlossen.