„Natürlich“ wurde der Malawisee, der drittgrößte See Afrikas nach den Viktoria See und Tanganjikasee, von David Livingstone entdeckt. Der berühmte schottische Missionar und Forscher traf auf das Ufer des Sees 4 Jahre nachdem er 1855 die Viktoria Fälle seiner englischen Monarchin zu Ehren taufte. Malawi, Tansania und Mozambique sind die  Anrainerstaaten. In Mozambique trägt der Lake Malawi noch seinen alten Namen Lago Niassa. Dieses Binnenmeer am südlichsten Teil des ostafrikanischen Grabenbruchs mit 560 km Länge, 80 km Breite und einer Tiefe bis 700 Metern nimmt den 9. Rang weltweit ein.  Der Fischreichtum des sehr klaren Wassers ist einmalig - zwischen 500 - 1000 Spezies werden vermutet, 359 endemische bereits registriert, vor allem die zierlichen Buntbarsche aus der Familie der Zichliden, die Aquarianern bestens bekannt sind. Neben den Buntbarschen kommen im Malawisee auch Nilhechte, verschiedene Welsarten und Karpfen vor. Zum Schutz der Brutstätten der Fische wurde bei Monkey Bay der Malawisee-Nationalpark eingerichtet, der seit 1984 auf der Liste des UNESCO-Weltnaturerbes steht.

 

Mosambiks Anteil beläuft sich auf ca. 25% der Wasserfläche mit einem rund 200 km langen sehr dünn besiedelten Ufer.

 

Nach Norden hin ragen am tansanischen Ufer (Chilumba-Nkhata Bay) die Livingstone Berge bis zu 2500 Metern in die Höhe. Dieser Teil verlangt dem Segler sein ganzes Können wegen der starken Fallwinde mit hohem Wellengang ab. Das gegenüberliegende  malawische Ufer (Karonga-Chilumba) hingegen ist deutlich weniger schroff. Der Distrikt Mangochi verfügt über die beste (touristische) Infrastruktur. Die bewährte MS Ilala, die als Passagier- und Frachtschiff dient, befindet sich bis zu fünf Tagen auf See. Der fischartenreichste See der Welt ist ein Erlebnis für den Tauchsport.