Die  „parkähnliche“ Weitläufigkeit des South Luangwa National Parks ist wegen ihres Artenreichtums weltberühmt. Der Park erstreckt sich über 9,050 km² zwischen dem ca. 1100m hohem Muchinga Escarpment und dem ca. 600 m tieferliegenden Fluss, der  mit seinen Sandufern dem Zambezi entgegenmeandert und zu den unberührtesten Afrikas gehört.  Die sog. „oxbow lagoons“ (Lagunen) sind alte Flussschleifen  und  an den Flussufern  wachsen  mächtige Leberwurstbäume, Palmen, Baobabs, Leadwoods und Mahagonis. In der Trockenzeit (Mai bis Oktober/November) ist der Fluss durchsetzt von zahlreichen Baumriesen, die in der Regenzeit  entwurzelt wurden.

 

1938 entstand das Wildreservat South Luangwa und eine Legende des Luangwa Tales, Norman Carr trat im darauffolgenden Jahr seinen Dienst als „white hunter“ an. Seine Hauptaufgabe war es bei dem großen Elefantenbestand die Kleinbauern vor aggressiven Elefanten zu schützen. In den 70’ger Jahren wurden die einzelnen Tierreservate zum Nationalpark erklärt. Die Tierwelt ist trotz der Bedrohung durch Wilderei sehr artenreich. Neben tausende Puku-Antilopen, die zusammen mit Impalas an den Lagunen weiden, gibt es ein großen Bestand an Wasserböcken, Zebras, Kudus und Schirrantilopen. Endemisch sind das Cookson Gnu und die zierlicherer und dunklere Thornicroft’s Giraffe. Mehr als 40 Nilpferde teilen sich einen Kilometer Fluss und die Büffelherden sind riesig. Die Elefanten bleiben häufig ohne Stoßzähne, was mit großer Wahrscheinlichkeit auf eine genetische Anomalie zurückzuführen ist, da sich diese wegen der Elfenbeinwilderei besser durchsetzen konnte. Die Nachfahren der „Zahnlosen“ haben sich von 1973 bis 1989 von 12 auf 38% des Gesamtbestandes vermehrt. Zu den Jägern im Park gehören Löwen, Hyänen und Schakale, seltener Geparden und Wildhunde. Leopardenliebhaber kommen hier auf ihre Kosten, so sie hier ca. doppelt so häufig vorkommen wie im Krügerpark Südafrikas. Die besten Tierbeobachtungsmöglichkeiten bieten am Luangwa die Lagunen und die zahlreichen baumlosen Grasebenen wie Zebra Plain, Lundu Plain, Lion Plain und Chilfunga Plain. An der Lungwa Wafwa Lagune halten sich viele Büffel und Wasservögel auf.  Ornithologen können zwischen 400 Vogelarten wählen, darunter das Erdbeerköpfen, Braunmantel-scherenschnabel, Kapbreitrachen und Fischeule. Papageie, Schreiseeadler, Goliathreiher Heilige Ibisse, Afrikanische Löffler und Sattelstorche sind häufig. Besonders beeindruckend sind die riesigen Kolonien der Scharlachspinte, die  an den sandigen Steilufern überwintern. Ein Geheimtipp für Vogelliebhaber ist die Hot Springs Region im Nsefu Sektor.

 

Der Park ist zwar ganzjährig geöffnet, viele Lodges sind aber nur während der Trockenzeit geöffnet. Der Nsefu-Sektor ist häufig erst ab Juni zugänglich.