Es gibt zahlreiche Beispiele dafür, dass der „ weiße Mann“ Naturwunder und  von ihm „wiederentdeckte“ Regionen nach Herrschern benannte, da er aus hierarchisch strukturierten Kulturen stammt. Dieses Naturwunder und Weltkulturerbe der UNESCO wurde von  David Livingstone am 16.11.1855 zu Ehren seiner Königin Viktoria entdeckt. Die Kololos (wie die meisten Stammeskulturen des südlichen Afrikas) blieben bei ihrer Namensgebung für die Wasserfälle auf einer rein deskriptiven Ebene: Mosi-oa-Tunya - der donnernde Rauch - eine treffliche Bezeichnung für die größte einheitlich hinabstürzende Wassermasse der Welt. Nachdem der mächtige Zambezi 1440 Kilometer von seiner Quelle im äußersten Nordwesten Sambias eher geruhsam geflossen ist, stürzt er über eine Höhe von  bis zu 108 Metern in die Tiefe und setzt seinen Weg durch steile, schmale Schluchten fort, die aus geologischer Sicht die Vorfahren der heutigen Fälle sind. Da der Wasserstand des Sambesis wegen der Regenzeit schwankt, wird der Höchststand des Wassers allgemein von März bis Mai erreicht und im November liegen die östlichen Fälle meist völlig trocken, so dass man auf sambischer Seite entlang der Fallkante  bis Livingstone Island laufen kann (was auch David Livingstone tat).

 

Die Viktoriafälle bestehen aus vier Einzelfällen mit einer Gesamtlänge von 1688 Metern:

Devil’s Cataract: der am Zimbabweufer liegt und der kleinste (62 Meter Höhe)ist,  aber ganzjährig Wasser führt.

Main Falls: die 830 Meter breit sind und ganzjährig Wasser führen. Die hufeisenförmigen Horseshoe Falls bilden dann den Übergang zu den Rainbow Falls.

Rainbow Falls: die bei den Greatest Falls bis zu 108 Meter in die Tiefe stürzen und der  Ablauf des Sambesi sind. Sie führen weniger Wasser als die Horseshoe Falls- also auch weniger Gischt.

Eastern Cataract: der am Sambiaufer liegt und das Wasser des Sambesis sammelt bevor es sich durch einen engen Spalt zwängt.

Von Zambia aus können Sie vom Nationalpark aus die Fälle entlang des schmalen Grats Knife Edge bis zum Boiling Pot und entlang der Viktoria Falls Bridge Trails mit seinen beeindruckenden Ausblicken auf die zimbabwische Seite entdecken.

 

Fototipps:
Da bei Hochwasserstand zwischen März und Mai das Risiko besteht, dass die Kamera von der Gischt durchnässt wird, sind folgende Fototipps wissenswert:
- Ideal für den Hobbyfotografen sind Sonnenaufgang / Sonnenuntergang, da die aufsteigende Gischt während der heißesten Tageszeit zunimmt.
- Die Fälle sind am fotogensten zwischen Juni und August, da die Fälle zu dieser Zeit noch in der gesamte Breite fließen  aber nicht mehr so viel Wassernebel entsteht .
- Ein weiterer Höhepunkt sind Vollmondnächten an den Fällen, weil ein „lunar rain bow“, ein Mondregenbogen entsteht. Bei Voranmeldung am Eingang besteht die Möglichkeit, abends den abgesperrten Bereich zu betreten.
- Ab Oktober haben die Fälle ihre Wucht fast gänzlich  verloren, und  reizvolle Motive entstehen insbes. entlang der Abbruchkante der Fälle zur Livingstone Island..
- Bei Hochwasserstand gelingen die spektakulärsten Aufnahmen  per Hubschrauber!

 

Kunsthandwerk und Souvenirs:
Da bereits der erste Andenkenladen an den Fällen 1905 errichtet wurde, hat das Kunsthandwerk bereits Tradition und die Schnitzereien der Lozi sind hervorzuheben. Ursprünglich waren die  einfachen Motive von Tieren und Masken inspiriert, später entwickelte sich durch den Einfluss der Schnitzkunst der Luvale und Lunda  ein feinerer und  naturalistischerer Ausdruck bei dem sogar Farben benutzt werden. Das dunkle Ebenholz und der rötliche Teak sind die bevorzugten Holzarten und das Schnitzen eines kleineren Nilpferdes beansprucht etwa 3-5 Tage.