Etosha: Der „Große Weiße Ort“

 

Die Silhouetten der Giraffen und Strauße verschmelzen am Horizont in der  flimmernden Hitze der weißen Salzpfanne. Sie bewegen sich langsam in Richtung einer der wenigen Quellen am Rand der Pfanne, wo bereits eine Herde Springböcke den Durst gestillt hat und angespannt Gefahr wittert - und reagiert elektrisiert auf  eine junge Löwin, deren Übereifer sie verraten hat.
Diese ewig wiederkehrenden Szenarien der afrikanischen Wildnis gehören zum Zauber der Etosha Pfanne, die mit einer Ausdehnung von 5000 km² aus einem dramatischen Wechsel des Flusslaufs des Kunenes entstand. Heute wird ein Teil der Pfanne von eine Handvoll kleiner Flüsse bewässert, aber das Wasser während eines „feuchten“ Winters genügt, um ein reichhaltiges Algenwachstum zu ermöglichen, das dann mehr als eine Million Flamingos anzieht.
Am Rand der ausgedehnten Salzpfanne gibt es Quellen und Wasserlöcher, an denen sich alle Tiere während der  trockenen Monate des Jahres versammeln. Aber auch in den feuchteren Sommermonaten ziehen diese Orte das Wild und die Raubtiere aus den umgebenden Wäldern und Grassebenen an - einem Gürtel aus Tamboti und Terminalia Wäldern im Osten, die nach Westen hin  in Mopane- und Akazienebenen und Zwergbusch übergehen.
Während der Sommermonate versammeln sich die Herden und Springbock, Oryx, Zebra als auch Gnu gebären ihren Nachwuchs. Etosha ist auch die Heimat von 10 der 14 Vogelarten die in Namibia einheimisch sind (z.B. bare-cheeked babbler, violet wood-hoopoe, Carp’s tit and rosy-faced lovebird).