Die San (Buschmänner) führen die Entstehung des Canyon auf die Schlange Koutein Kooru zurück, die auf der Flucht vor Jägern sich verzweifelt schlängelte und wand. Die Amerikaner lieben es eine Nummer größer – ihr Grand Canyon entstand, weil der Riese Paul Bunyan nach einem erschöpfenden Kampf mit einem Stier seine Axt schleifen ließ. Den Wettstreit mit dem Grand Canyon verliert der Fish River Canyon mit Bravour - einerseits wird er mit einer Tiefe von bis zu 550 Meter, einer Länge von 160 km und einer Breite von bis zu 27 km vom „großen Bruder“ Grand Canyon deutlich „abgehängt“ - anderseits verleiht die einsame Ursprünglichkeit und die fast greifbare Trockenheit diesem Naturwunder eine Einzigartigkeit, die für jeden Besucher nur als atemberaubend beschrieben werden kann. Der Fish River führt  heute nur wenig Wasser und hat mit seiner erosiven Wirkung die Sohle des Canyons ausgespült - so wie der Colorado beim Grand Canyon. Eine durch tektonische Aktivität entstandene Einbruchfalte der Erdkruste ist aber ein zusätzliches geologisches Merkmal, das dem Grand Canyon fehlt.

Auf vier Rädern ist vom Hobas Tor des Nationalparks aus nach ca. 10 km der erste und spektakuläre Aussichtspunkt Hell’s Bend leicht zu erreichen. Links und rechts davon befinden sich weitere Panoramen, die ebenfalls über kleine Pisten gut erreichbar sind und immer wieder neue Panoramen erschließen. Ein Abstieg in den Canyon in den kühlen Wintermonaten März bis Oktober ist auch im Rahmen von 2 – 5-tägigen Wanderungen (mit Maultieren) über eine Strecke bis zu 86 km möglich -  körperliche Gesundheit vorausgesetzt! Bei Interesse sehen Sie sich unsere Fish River Wanderung an:
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