Omaruru ist eine kleine Oase von ca. 4.000 Einwohnern am Rande des Erongo Gebirges. In der Sprache der Hereros bedeutet der Name „Bitterkeit“ wegen des bitteren Wassers des Trockenriviers, das auch der Milch der Viehherden der Hereros einen bitteren Beigeschmack gab. Aber zum Glück befindet sich Omaruru inmitten des einzigen bedeutenden Weinanbaugebiets Namibias. Der Colombard Weißwein, der Cabernet Sauvignon, der Grappa als auch der Kaktusfeigen- oder Zitronenbranntwein der Kristall Weinkellerei sind nicht zu verachten!

 

Hier haben auch einheimische Künstler eine kreative Heimat gefunden und es lohnt sich den Kunsthandwerkern z.B. der Schnitzerei Tikoloshe zuzuschauen oder das eine oder andere Unikat (Tierdarstellungen aus dem Wurzelholz des Mopane Baumes) zu kaufen. In der jüngeren Geschichte ist dieser Ort für die Hereros bei Ihrem Aufstand gegen die deutschen Kolonialtruppen 1904 besonders wichtig geworden und als Zeugnis des niedergeschlagenen Aufstandes gilt auch der 1908 errichtete Franke-Turm.

 

Omaruru ist aber auch der Ausgangspunkt für Ausflüge ins Erongo Gebirge oder Startpunkt für eine Reise ins nördlich gelegene unwirtliche und faszinierende Damaraland. Auch das Spitzkoppegebiet (das „Matterhorn von Südwest“) liegt „in der Nähe“ als Ziel (auf der Straße nach Hentiesbaai) oder aus weiterer Entfernung auf der Durchfahrt nach Swakopmund

 

Das Erongo-Gebirge wurde 1911 durch den deutschen Geologen Hans Cloos und später von seinen Schülern Hermann Korn und Henno Martin, der ein lesenswertes Buch über seine Flucht vor Kriegsgefangenschaft 1939 - 1942 in die Kuisib schrieb, erforscht. Das isolierte Felsmassiv inmitten eines fast ebenen Umlandes ist das Ergebnis von Vulkanergüssen  der Kreidezeit  vor ca. 150 Millionen Jahren. Diese Gebirgsregion ist (wie der Brandberg im Damaraland) berühmt für seine Felsmalereien (ein wahres „Bilderbuch“), die heute z.B. auf der nördlich von Usakos gelegenen Farm Ameib (Philips-Höhle)  besichtigt werden können.